Wintersaison 2026/27: Jobs in der Schweiz mit Unterkunft – Orte, Lohn und Ablauf
Inhalt 9 Abschnitte
- Wann beginnt die Wintersaison 2026/27 – und wann solltest du dich bewerben?
- Wo gibt es die meisten Winterjobs?
- Welche Jobs sind im Winter besonders gefragt?
- Was verdienst du? Die Mindestlöhne nach L-GAV
- Unterkunft und Verpflegung: Was wird abgezogen?
- Ausweis L: So klappt die Bewilligung für Deutsche
- Tipps für deine Bewerbung als Saisonnier
- Häufige Fragen zur Wintersaison in der Schweiz
- Jetzt deinen Winterjob finden

Die Wintersaison 2026/27 steht vor der Tür – und die Hotels, Bergrestaurants und Skihütten in der Schweiz besetzen gerade ihre letzten Stellen. Für dich heißt das: Jetzt ist der richtige Moment, dich zu bewerben. In diesem Guide erfährst du, wo es die meisten Winterjobs gibt, was du nach Gesamtarbeitsvertrag mindestens verdienst, was Kost und Logis kosten und wie du als Deutscher zu deinem Ausweis L kommst.
Alle aktuellen Stellen findest du gesammelt unter Saisonstellen in der Schweiz.
Wann beginnt die Wintersaison 2026/27 – und wann solltest du dich bewerben?
Je nach Ort startet die Wintersaison Ende November oder Anfang Dezember und dauert bis Ostern oder Mitte April. Ostern fällt 2027 früh, auf den 28. März. Hochgelegene Orte mit Gletscher wie Zermatt oder Saas-Fee öffnen oft früher und schließen später. Die Weihnachtswochen und die Sportferien im Februar sind die Spitzenzeiten – in diesen Wochen brauchen die Betriebe jede Hand.
So sieht ein typischer Zeitplan aus:
- August bis Oktober: Hauptphase für Bewerbungen. Die großen Häuser vergeben ihre Stellen früh.
- Oktober bis November: Vertrag unterschreiben, Anreise und Unterkunft klären, Unterlagen für die Bewilligung bereitlegen.
- Ende November bis Anfang Dezember: Anreise, Anmeldung bei der Gemeinde, Einarbeitung vor dem Saisonstart.
- Dezember bis April: Saison. Danach folgt oft direkt die Sommersaison – viele Betriebe bieten ihren Winterteams an, im Mai wiederzukommen.
Du bist spät dran? Auch im November sind oft noch Stellen offen, etwa weil Zusagen kurzfristig abspringen. Richte dir einen Job-Alert ein, dann bekommst du neue Saisonstellen direkt per E-Mail.
Wo gibt es die meisten Winterjobs?
Die meisten Saisonstellen liegen in den großen Wintersportorten. Die folgende Übersicht zeigt, wo auf grueezijobs.ch aktuell am meisten gesucht wird (Stand: 27. September 2026):
| Region | Orte mit vielen Saisonstellen |
|---|---|
| Graubünden | St. Moritz, Davos, Arosa, Flims, Lenzerheide |
| Wallis | Zermatt |
| Berner Oberland | Gstaad, Wengen, Grindelwald |
| Zentral- und Ostschweiz | Engelberg, Flumserberg |
Graubünden ist mit Abstand die größte Winterregion: Fast die Hälfte aller Saisonstellen auf grueezijobs.ch liegt hier. St. Moritz steht für Luxushotellerie mit internationalen Gästen, Davos hat mit dem Spengler Cup Ende Dezember und dem WEF im Januar zwei Großanlässe mitten in der Saison. Zermatt ist autofrei und dank Gletscher fast das ganze Jahr ein Skiort – hier sind Stellen mit Personalunterkunft besonders wertvoll, weil Wohnraum knapp ist. Gstaad gehört ebenfalls zu den exklusivsten Adressen der Alpen.
Passende Jobs
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Welche Jobs sind im Winter besonders gefragt?
- Küche: Commis de Cuisine, Demi-Chef und Chef de Partie, Köche mit EFZ oder deutscher Ausbildung, Pâtissiers. Mehr dazu im Guide Als Koch in der Schweiz arbeiten.
- Service: Servicefachangestellte, Chef de Rang, Barkeeper, Frühstücksservice.
- Rezeption: Rezeptionisten, Night Audit, Concierge – in Luxushäusern meist mit Englisch, oft auch Französisch oder Italienisch.
- Housekeeping: Zimmerpersonal, Hauswirtschaft, Lingerie. Hier ist oft keine Ausbildung nötig.
- Bergrestaurants und Skihütten: Allrounder für Küche, Service und Kasse, direkt an der Piste.
Alle Stellen findest du nach Berufsfeld sortiert unter Hotellerie und Gastronomie.
Was verdienst du? Die Mindestlöhne nach L-GAV
Im Schweizer Gastgewerbe gilt der Landes-Gesamtarbeitsvertrag (L-GAV). Er legt Mindestlöhne fest, die für alle Hotels und Restaurants verbindlich sind. Ausschlaggebend ist deine Ausbildung, nicht deine Position:
| Kategorie | Voraussetzung | Mindestlohn brutto pro Monat |
|---|---|---|
| Ia | ohne Berufslehre | CHF 3’713 |
| Ib | ohne Berufslehre, mit Progresso-Kurs | CHF 3’943 |
| II | zweijährige Lehre (EBA) | CHF 4’070 |
| IIIa | drei- oder vierjährige Lehre (EFZ) | CHF 4’528 |
| IIIb | EFZ plus Weiterbildung | CHF 4’635 |
| IV | Berufsprüfung | CHF 5’293 |
Für Saisonverträge der Wintersaison 2026/27 gelten diese Mindestlöhne 2026. Neue Ansätze greifen für Saisonangestellte erst ab der Sommersaison 2027. Viele Betriebe zahlen mehr, vor allem in der Luxushotellerie und für Fachkräfte mit Erfahrung.
Außerdem regelt der L-GAV:
- 13. Monatslohn: Du hast Anspruch auf einen vollen 13. Monatslohn, bei einer Saison anteilig. Er entfällt nur, wenn das Arbeitsverhältnis während der Probezeit aufgelöst wird.
- Arbeitszeit: In Saisonbetrieben durchschnittlich 43,5 Stunden pro Woche.
- Ruhetage: Zwei Ruhetage pro Woche.
- Ferien: Fünf Wochen pro Jahr, bei einer Saison anteilig (2,92 Tage pro Monat).
Von deinem Bruttolohn gehen noch Sozialversicherungen und die Quellensteuer ab. Wie du deinen Nettolohn ausrechnest, zeigt dir unser Brutto-Netto-Guide.
Unterkunft und Verpflegung: Was wird abgezogen?
Viele Saisonstellen bieten ein Personalzimmer und Verpflegung im Betrieb an – in teuren Orten wie St. Moritz oder Zermatt ist das oft die einzige realistische Wohnmöglichkeit. Umsonst ist das nicht: Kost und Logis werden vom Lohn abgezogen. Üblich sind die Ansätze der AHV:
| Leistung | pro Tag |
|---|---|
| Frühstück | CHF 3.50 |
| Mittagessen | CHF 10.00 |
| Abendessen | CHF 8.00 |
| Unterkunft | CHF 11.50 |
| Kost und Logis gesamt | CHF 33.00 (CHF 990 pro Monat) |
Rechne diese rund CHF 990 pro Monat bei jedem Angebot mit ein. Wichtig: Ohne nachvollziehbare schriftliche Vereinbarung darf während Ferien, Krankheit oder Unfall nichts für Kost und Logis abgezogen werden. Achte außerdem darauf, ob du ein Einzel- oder Doppelzimmer bekommst. Mehr Tipps findest du in unserem Artikel Jobs in der Schweiz mit Unterkunft.
Ausweis L: So klappt die Bewilligung für Deutsche
Als Deutscher profitierst du von der Personenfreizügigkeit. Welche Bewilligung du brauchst, hängt von der Dauer deines Vertrags ab:
- Bis drei Monate pro Kalenderjahr: Du brauchst keine Bewilligung. Dein Arbeitgeber meldet dich spätestens acht Tage vor Arbeitsbeginn online an (Meldeverfahren).
- Länger als drei Monate, weniger als ein Jahr: Du brauchst eine Kurzaufenthaltsbewilligung L EU/EFTA, den sogenannten Ausweis L. Er gilt so lange wie dein Arbeitsvertrag – eine ganze Wintersaison fällt fast immer darunter.
Für den Ausweis L brauchst du einen gültigen Pass oder Personalausweis und deinen Arbeitsvertrag. Innerhalb von 14 Tagen nach der Einreise und vor dem ersten Arbeitstag meldest du dich bei deiner Wohngemeinde an und beantragst dort die Bewilligung. Viele Saisonbetriebe helfen dabei.
Zwei weitere Punkte solltest du kennen:
- Krankenkasse: Wer in der Schweiz wohnt und arbeitet, muss sich innerhalb von drei Monaten bei einer Schweizer Krankenkasse versichern. Kläre vorab mit deiner deutschen Kasse, wie es dort weitergeht.
- Quellensteuer: Mit Ausweis L zahlst du Quellensteuer. Dein Arbeitgeber zieht sie direkt vom Lohn ab.
Alle Details zu den Bewilligungen findest du im Guide Aufenthaltsbewilligung Schweiz.
Tipps für deine Bewerbung als Saisonnier
- Nenne deine Verfügbarkeit genau: Ab wann kannst du anfangen, bis wann bleiben? Wer die ganze Saison inklusive Weihnachten und Neujahr abdeckt, hat klare Vorteile.
- Schweizer Lebenslauf: tabellarisch, mit Foto, dazu Arbeitszeugnisse und Referenzen.
- Sprachen angeben: Englisch ist in vielen Häusern Pflicht. In Teilen des Wallis und in der Westschweiz hilft Französisch, im Engadin Italienisch.
- Unterkunft ansprechen: Frag direkt, ob ein Personalzimmer dazugehört und was es kostet.
- Schnell sein: Viele Betriebe entscheiden innerhalb weniger Tage. Bewirb dich lieber heute als nächste Woche.
Häufige Fragen zur Wintersaison in der Schweiz
Wie lange dauert eine Wintersaison in der Schweiz?
Meist von Ende November oder Anfang Dezember bis Ostern oder Mitte April, also rund vier bis fünf Monate. Gletscherorte wie Zermatt haben längere Saisons.
Brauche ich eine Ausbildung für einen Winterjob?
Nein. Vor allem im Housekeeping, im Service und in Bergrestaurants gibt es viele Stellen ohne Ausbildung. Auch ohne Lehre gilt der Mindestlohn von CHF 3’713 brutto pro Monat.
Wie viel kosten Kost und Logis?
Üblich sind CHF 33 pro Tag für Unterkunft und drei Mahlzeiten, also rund CHF 990 pro Monat. Der Betrag wird direkt vom Lohn abgezogen.
Bekomme ich als Saisonnier einen 13. Monatslohn?
Ja, anteilig für die Dauer deiner Anstellung. Er entfällt nur, wenn das Arbeitsverhältnis während der Probezeit endet.
Brauche ich als Deutscher eine Arbeitsbewilligung?
Bis drei Monate reicht die Online-Meldung durch den Arbeitgeber. Für eine ganze Wintersaison brauchst du den Ausweis L, den du bei deiner Wohngemeinde beantragst.
Jetzt deinen Winterjob finden
Die besten Stellen sind schnell weg. Schau dir die aktuellen Saisonstellen an oder starte in der Region, die dich reizt: Graubünden, Wallis oder Gstaad. Einen Überblick über Sommer- und Wintersaison bietet dir unser Artikel Saisonarbeit in der Schweiz, den kompletten Einstieg der Saisonjob-Guide.
Quellen: L-GAV Art. 10 Mindestlöhne, Staatssekretariat für Migration (SEM), AHV-Ansätze für Naturallohn. Stand: 27. September 2026.
Mit über 15 Jahren Erfahrung in der HR-Branche und Arbeitsmarktanalyse unterstützt Marcus Unternehmen und Jobsuchende dabei, die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt zu meistern.
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